Seit dem Erreichen eines neuen Hochs Ende Juli bei etwa 16.615 Punkten verzeichnet der DAX-Future eine herausfordernde Performance. Jeder Versuch einer Aufwärtsbewegung wurde rasch durch Verkäufe gedämpft. Besorgniserregend ist auch das Unterschreiten der 200-Tage-Durchschnittslinie (GD 200), das erstmals seit November 2022 aufgetreten ist.
DAX Rebound auf 16.000 Punkte.
Nach den jüngsten schwächeren Inflationsdaten erlebte der Markt einen beeindruckenden Aufschwung, mit einem Anstieg um 1300 Punkte seit Ende Oktober. Diese Dynamik führt nun zu Spekulationen unter einigen Marktteilnehmern, dass der Markt an der kritischen Marke von 16.000 Punkten eine Korrektur erleben könnte, um das momentane Überkaufsszenario zu bereinigen. Allerdings scheint diese Annahme zu simpel. Es ist durchaus möglich, dass der Markt weiterhin Aufwärtspotenzial zeigt. Ein neues Ziel von 16.100 bis 16.200 Punkten scheint im Bereich des Möglichen.
Für diejenigen, die nicht auf eine mögliche Korrektur spekulieren wollen oder können, könnte das Prinzip des "Double Up" – also die Verdoppelung der Position in der Hoffnung auf eine baldige Rückkehr zu niedrigeren Kursen – eine attraktive Strategie sein.
Diese Herangehensweise birgt jedoch auch Risiken, da sie auf der Annahme basiert, dass der Markt sich immer erholt, was nicht immer der Fall sein muss. Eine sorgfältige Risikobewertung und das Setzen von Stopp-Loss-Marken sind daher unerlässlich, um mögliche Verluste zu begrenzen.
DAX unterhalb der 200 Tage Linie
Der DAX-Future notiert nun wieder unter dieser wichtigen GD200-Linie (hellblaue Linie) und die erste bedeutende Unterstützung liegt erst bei rund 14.600 Punkten. Die psychologisch relevante Marke von 15.000 Punkten scheint in Gefahr zu geraten. Die langfristige Aufwärtstrendlinie, die sich seit dem Corona-Tief erstreckt, verläuft bei ungefähr 13.500 Punkten.
Exkurs GD-200: Der GD 200 steht für den "200-Tage gleitenden Durchschnitt" (200-DMA). Dieser Indikator berechnet den Durchschnitt der Schlusskurse über 200 Tage. Er zeigt langfristige Trends und Marktrichtungen. Über dem GD 200 liegt oft ein Aufwärtstrend, darunter ein Abwärtstrend. Trader nutzen ihn für Entscheidungen und zur Trendanalyse.
Schlüsselmarken im DAX-Future für die kommenden Tage und Wochen:
Widerstände im DAX
- 16.615 All-Time-High
- 16.000 Psychologischer Widerstand
- 15.700 Widerstand durch letztes Aufwärtshoch
Unterstützungen im DAX:
- 15.000 Psychologisch wichtige Marke
- 14.600 Unterstützungsbereich
- 13.500 Unterstützung Aufwärtstrendkanal
Seit Wochen überwiegen die Verkäufe
Im Intradayhandel sind zwar gelegentlich ermutigende Käufe vor allem Vormittags zu beobachten, jedoch werden die Gewinne beim Beginn des US-Handels oft wieder zunichte gemacht. Auch amerikanische Konjunkturdaten aus dem aktuellen Wirtschaftskalender werden in der Regel negativ interpretiert, was im US-Handel zu Verkäufen führt und den DAX-Future mit nach unten zieht.
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Fazit:
Angesichts des seit Ende Juli fehlenden Aufwärtsmomentums und des unsicheren Börsenumfelds bleibt fraglich, ob eine größere Jahresendrallye bevorsteht. Es ist möglicherweise realistischer, auf das Ausbleiben größerer Kursverluste oder eine kleinere Rallye zu hoffen. Um die Markttechnik aufzuhellen, sind Schlusskurse über 15.700 Punkte erforderlich.